Erste Schritte

Meine erste Begegnung mit Campaigning Tätigkeiten geht zurück in meine Zeit als Schüler. Anfang der 2000er Jahre war ich in Düsseldorf im Bündnis „Schülerinnen und Schüler gegen den Irakkrieg“ aktiv. Banner malen, Demonstrationen vorbereiten, hier habe ich meine ersten Erfahrungen mit Demonstrationen gesammelt. Ab 2003 habe ich dann in Marburg Politikwissenschaften studiert. Mit der Ankündigung der Einführung von Studiengebühren 2006 in Hessen hat die damalige von Roland Koch geführte Regierung einen wahren Sturm der Entrüstung unter den Studierenden ausgelöst. Mehrfach pro Woche fanden Demonstrationen in ganz Hessen statt. Wir fuhren von Stadt zu Stadt und demonstrierten „für Solidarität und freie Bildung“ (Der Name der damaligen Kampagne). Besonders für die Medien berichtenswerte radikale Protestformen wie die mehrfachen Blockaden von Autobahnen und Stadtautobahnen brachten große Aufmerksamkeit. Während dieser Proteste konnte ich auf Lautsprecherwagen als Redner und Shouter ein Gefühl für den Umgang mit großen Menschengruppen gewinnen. 2007 hat mich dann ein Praktikum zu Attac in Frankfurt geführt und ich konnte an der Vorbereitung und Durchführung der Proteste rund um den G8 Gipfel in Heiligendamm teilnehmen. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Demonstration der „Sans Papiers“ sowie die 3-tägigen Blockaden von „Block G8“. Daraufhin habe ich auch meinen Studienschwerpunkt in Richtung Bewegungsforschung gelenkt und meine Diplom-Arbeit zum Thema der Studierendenproteste 2006 in Hessen geschrieben. Es war mir ein Anliegen eines Tages im Zentrum von Bewegungen und Mobilisierungen zu arbeiten.

Campaigner beim BUND

Über den Umweg eines Praktikums in der Internetredaktion des BUND Bundesverbandes ab 2010 bin ich diesem Ziel näher gekommen. Zuerst aushilfsweise als Moderator auf Demonstrationen, später dann ab Mitte 2011 als Junior-Campaigner im „Klima-Team“. Angefangen von den großen Fukushima-Demonstrationen als Reaktion auf das Reaktorunglück in Japan bis zu großen Energiewende-Demonstrationen und Anti-Kohle-Ketten sowie in Auseinandersetzungen um die zahlreichen Novellierungen des EEG habe ich zahlreiche Erfahrungen in der Konzeption und Durchführung von Aktionen und Kampagnen gesammelt. Die Kampagne „Die Wende – Energie in Bürgerhand“ zur Bundestagswahl 2013 war ein weiterer Meilenstein. Als Vertreter des BUND in verschiedenen bundesweiten und internationalen Trägerkreisen konnte ich darüber hinaus sehr viel über den Interessenausgleich und die Kooperation zwischen verschiedenen Organisationen lernen. Ganz nebenbei konnte ich auch meine Kenntnisse in der grafischen Gestaltung von Materialien und anderem vertiefen. 2015 habe ich mich als Elternzeitvertretung in die internationale Kampagne „Shell stoppen“ einbringen können und hier auch außereuropäische Erfahrungen in der Bündniszusammenarbeit erlangt. In der zweiten Jahreshälfte 2015 habe ich den Aufbau einer Pilot-Aktionsgruppe des BUND in Berlin verantwortet. Im Anschluss dann als Campaigner im neu gegründeten Kampagnenteam des BUND habe ich 2 Jahre lang wichtige Aufbauarbeit leisten können, zu neuen Themen jenseits von Klimaschutz und Energie, wie Glyphosat, Dieselabgase oder das „Freihandelsabkommen“ CETA. Hier haben wir agile und aufmerksamkeitswirksame Kampagnen entwickelt, die über das beim BUND bis dahin bekannte Maß weit hinausgingen.

Von hier an weiter… Campaigning, Konzeption, Beratung, Moderation und Workshops

Von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung von Kampagnen und Aktionen als Verband wie in Bündnissen habe ich so ziemlich alles gemacht und freue mich dies auch in Zukunft in neuen Zusammenhängen machen zu können. Mich reizt es aktuelle Themen in die Medien zu bringen und dabei auf die Kraft der Menschen, der Aktiven zu setzen. Mein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Begeisterung der Aktiven, die einerseits Spaß bei der Sache haben sollen sowie die Sinnhaftigkeit ihres Handelns erkennen müssen. Nur wenn beides zusammenkommt kann Protest erfolgreich sein.

Meine Erfahrungen kann ich auch in Workshops vermitteln, in denen es um alle genannten Bereiche geht, insbesondere auch was die Moderation von Großveranstaltungen, Ablaufplanung und Umgang mit Aktiven angeht.

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